Mittwoch, 5. Februar 2020

Winter bitte - MMM #28

Im festen Glauben an den bevorstehenden Winter habe ich mich im Dezember an den Zuschnitt der Winterversion meines Oilskin-Parkas gemacht.


Der Schnitt, Modell 124 aus der Burda 01/2016, ist recht weit geschnitten und trägt sich sehr gemütlich.

Diesmal habe ich einen stretchigen Jeansstoff aus dem Vorrat verwendet und dazu einen Rest Plüsch, der für ein Jeans-Patchworkdecke verwendet wurde. Für die Ärmel fand sich noch schwarzer Plüsch aus der Uralt-Kiste, so dass es für ein komplett plüschiges Futter reichte.



Geändert habe ich an dem Schnitt nichts weiter, Schultern und Ärmel habe ich wie schon bei dem ersten Modell schmaler gemacht.


Fast zu schmal, unten am Ärmel passt die Naht, mit der ich das unverzichtbare Strickbündchen eingefügt habe, nur gerade so und nach radikalem Zurückschneiden der Nahtzugaben in den Außenärmel.


Aber das Strickbündchen ist sooo kuschelig und sogar farblich passend geringelt, darauf wollte ich nicht verzichten. Ich habe es wieder aus Wollresten gestrickt, wie schon bei dieser Winterjacke.


Zur besseren Sichtbarkeit habe ich reflektierende Paspeln eingefügt. Und damit die Jacke nicht so ganz und gar düster daher kommt, habe ich alle Nähte mit dickerem Garn in hellgrau abgesteppt. 

 
Die Taschen habe ich vom Kelly Anorak von Closet Case Pattern übernommen (nochmal Danke, Tankja!), allerdings als einfache aufgesetzte Tasche ohne "Blasebalg", dafür mit wollig warmem Innenfutter.

Und damit nicht alles so dunkel, grau und langweilig schlicht daherkommt, habe ich mich an Innentasche und Aufhänger ein klein wenig ausgetobt. 


Das macht mir beim An- und Ausziehen jedesmal gute Laune!

Viel gute Laune macht auch das Stöbern in den Kreationen der anderen Kreativen beim MeMadeMittwoch!

Vielleicht finden sich dort schon erste Frühjahrsmodelle; ich hoffe erstmal auf viele kalte Tage zum Einkuscheln.

Freitag, 24. Januar 2020

Stoffdiät - die unendliche Geschichte?


Es ist wieder soweit: ein neues Jahr beginnt und bei Frau Küstensocke wird abgerechnet!

Ich bin sehr froh und dankbar, dass die Stoffdiät in eine neue Runde geht!

Was bisher geschah:

2018: -22,5 m
2019: weiß nicht so genau, aber irgendwie weniger...

Auf jeden Fall gelingt es mir, den Stoffbestand jedes Jahr weiter zu reduzieren, aber das dauert :-(

Vernäht habe ich letztes Jahr deutlich weniger als 2018. Falsch kalkulierte (projektbezogene!) Einkäufe, überraschende Kellerfunde und Tauschtische haben das Gesamtergebnis 2019 weiter reduziert.

Vielleicht sollte ich einfach sagen: "Juchhe, ich kann noch 3-4 Jahre vor mich hin nähen ohne Stoff zu kaufen?"

Die ganze Meter-Zählerei nervte mich zunehmend (deswegen habe ich auch unterwegs nur noch schlampig gezählt den Überblick verloren), so dass ich im Oktober entschieden habe, eine andere Strategie zu wählen. Spaß machen muss es schließlich auch noch...

Also nähe ich jetzt 2:1. Erst wenn ich zwei Projekte aus Bestandsstoff fertiggestellt habe, "darf" ich ein Projekt aus neuem Stoff nähen.


Da einige T-Shirts und Kleider dringend ausgetauscht / ergänzt werden müssen, habe ich dafür im Oktober in nettester Nähnerd-Begleitung beim Lillestoff-Lagerverkauf zugeschlagen. Und es ist mir gelungen, nur einen (!) Stoff mitzunehmen, der nicht geplant war! Gekauft habe ich Stoff für 3 Kleider und 2 T-Shirts, 5 Projekte also.


Und dann ist da noch der pinke Dry Oilskin (hachz), der im Februar ein Mantel werden will. Dafür muss ich auch noch Futter kaufen. Macht dann wohl 6 Projekte...

Seitdem genäht habe ich aus Bestandsstoffen 1 T-Shirt, 1 Nachthemd, 1 Bluse und 2 Röcke.

Zugeschnitten ist auch noch das ein oder andere, in Arbeit habe ich gerade einen Parka mit Plüschfutter. Danach kann ich nach der neuen Regel 3 Teile aus neuen Stoffen nähen.

Läuft. Fühlt sich auf jeden Fall viel besser an als in Metern und ich bin hoch motiviert.

Ein dickes Dank an Antje und gute Diäterfolge allen Mitstreiterinnen!