Montag, 19. Februar 2018

FJKA 2018 - Entscheidung(en)

Schwarz oder gelb? Diese Frage hat mich in der letzten Woche umgetrieben.
(Mach doch beides, dann kannst Du für den BVB laufen - das war der wenig hilfreiche Kommentar des fußballaffinen Gatten...)

Viele, viele Muster habe ich aus dem gelben Garn gestrickt, aber die Haptik hat mich nicht begeistert. Einfädig verstrickt fasst sich diese Wolle einfach nicht gut an.

Also habe ich das schöne Gelb erstmal beiseite gelegt und mich dem frühlingsfrischen schwarz gewidmet.

In einem meiner Uralt-Hefte bin ich auf ein Muster gestossen, dass sogar in schwarz gut aussieht und auch in der unruhigen Wolle nicht untergeht.






















Eine Blätterbordüre soll es also werden - wenigstens etwas frühlingshaftes.

Quelle: The Knitter 17/2014

Die abgerundete Form von der Jacke Cereza möchte ich beibehalten, die Jacke selber dabei glatt rechts stricken und dann eine breite Blätterbordüre umlaufend ansetzen.


Zeichnen ist jetzt nicht sooo meins, aber vielleicht könnt Ihr erkennen, wie es funktionieren soll.

Angefangen habe ich auch schon, die Maschenprobe ergab Stärke 2,5. Uff. Mühsames stricken das alles. Allein der Gedanke an die fertige Jacke lässt mich durchhalten.


So sieht es bis jetzt aus... Ich bin guten Mutes und die gemeinsamen Termine werden mich (hoffentlich) zum Durchhalten motivieren.

Ach ja, das Gelb! Ich habe mal probehalber mit einem Faden Drops Alpaca Lace ergänzt und siehe da: ein wunderbar kuscheliges Strickstück entsteht! Jetzt muss ich nur noch eine passende Farbe ordern und dann kann ich ab und an zur Erholung ein wenig gelb stricken.


Hier seht Ihr, wie die anderen sich entschieden haben - und der Pullover von Malou ist auf meiner Will-ich-unbedingt-stricken-Liste ganz weit oben eingestiegen.

Wir sehen uns zum Zwischenstand am 04.03.!

Montag, 12. Februar 2018

FJKA 2018 - Die Wetter-Zwickmühle

Und schon ist es wieder so weit: Auf dem MeMadeMittwoch Blog rufen Sylvia und Malou auf zum gemeinsamen Jackenstricken.

"Wie in jedem Jahr wollen wir dem trüben Februarhimmel mit frischen Frühlingsfarben und fröhlichen Frühlingsmustern eine lange Nase drehen" 

heißt es in der Ankündigung. Genau da beginnt meine Zwickmühle: Ich mag den Winter. Ich finde es wundervoll, dass es schneit.  Und: ich stricke (und nähe) lieber passend zum aktuellen Wetter. Hmmm.



Zeitlich passt dieser KnitAlong perfekt, ich habe nämlich gerade ein Projekt (fast) beendet.


Aus Bestandswolle - die Wolldiät lässt grüßen! Daraus ergibt sich auch wie ich mich inspirieren lasse: Ich gucke, welche Wolle aus dem umfänglichen Bestand ich gern verstricken möchte und suche dann nach Muster oder Anleitung.


Und genau da könnte die Lösung meines Dilemmas liegen: Im Rahmen der Wolldiät meinte Frau Sonnenburg, dass die gelbe Wolle doch perfekt als Frühlingsjäckchen geeignet wäre. Ist sie aber gar nicht, denn es handelt sich tatsächlich um ein recht warmes Wollgemisch.

Einen dicken Mantel habe ich bereits daraus gestrickt - allerdings mit 3 Fäden.


Wenn ich jetzt nur einfädig stricke, könnte das doch funktionieren?

Also habe ich mich auf die Suche nach Anleitungen gemacht und diese beiden in die engere Wahl gezogen:

Quelle: The Knitter 28/2016

 Den Pulli - den ich als Jacke stricken würde - finde ich von vorn nicht sooo berauschend...


... aber die Rückansicht begeistert mich umso mehr. Vielleicht mit einem anderen Lochmuster vorn?

Quelle: The Knitter 20/2014

Oder dieses Modell. Leider ist die Wolle suboptimal gewählt - man kann das Muster kaum erkennen.


Also werde ich mal zwei Maschenproben stricken und mich dann entscheiden.


Alternativ hätte ich noch diese wundervolle Garnkombination in frühlingsfrischem schwarzgrau im Vorrat: Ito Shio und Ito Kinu, Wolle und Seide. Das soll ein schlichtes Ganzjahresjäckchen geben, das ich wirklich brauche.

Wenn ich daran denke, einfach nur glatt rechts zu stricken (eine ganze Jacke lang!) gruselt es mich allerdings erheblich.


Ein Modell aus dem letzten FJKA habe ich schonmal angestrickt, aber Muster funktionieren in fröhlichem grau-schwarz-meliert irgendwie gar nicht.

Quelle: The Knitter 17/2014
Diese Form würde mir gefallen, die Zöpfe nicht. Sieht man wahrscheinlich eh nichts von... Vielleicht mit einer umlaufenden Lochmusterblende?

Ich werde testen und berichten.

Und zwischendurch gehe ich hier bei den anderen Strickerinnen gucken, vielleicht finde ich da noch eine viel bessere Idee?


Mittwoch, 7. Februar 2018

Ich liebe dieses Wetter! - MMM # 18

Endlich Winter! Nicht nur mag ich dieses Wetter wirklich gern auch habe ich den Temperatursturz zum Anlass genommen, meinen im letzten Jahr begonnenen Mantel fertig zu stellen.



Genäht habe ich Modell 15 aus der Diana Moden Nr. 49 / 2013. Der Stoff stammt vom Tauschtisch beim letzten Sewing by the Sea - gerade noch rechtzeitig verarbeitet, bevor es im März wieder losgeht!

Ich wollte gern einen mittelwarmen Mantel, also habe ich noch Steppfutter und ein dünnes, winddichtes Vlies gekauft. Ganz schlau habe ich mir überlegt, den Futtermantel sozusagen als Probemodell zu nähen. Das hat nur so mittelgut funktioniert, letztlich war alles viiieel zu groß und ich habe fast alles wieder aufgetrennt.


Und dann musste der Mantel erstmal reifen...



Mein erster Vorsatz zur Stoffdiät bei Frau Küstensocke war, die UFOs zu beenden und so habe ich mir den Mantel wieder vorgenommen.

Als es jetzt so kalt wurde, wollte ich den Mantel unbedingt anziehen.



Ganz fertig war ich noch nicht, als der Sohn aus Schule kam - aber bevor es dunkel wird, haben wir schnell noch Fotos gemacht. Inzwischen habe ich auch den Saum vom Steppfutter mit Schrägband verstürzt, so dass ich den Mantel morgen endlich tragen kann!


So ganz perfekt ist der Mantel nicht - und ich finde ihn wundervoll!


Plüschige Taschenbeutel für die Frostfinger :-)


Eine Paspel zwischen Futter und Beleg und an der Kragenansatznaht und dazu noch farblich passende Gegenknöpfe :-)

Und tolle Knöpfe von Stegmann am Hamburger Jungfernstieg. Große Empfehlung, wenn Ihr mal in Hamburg seid und Knöpfe braucht: ein ganz und gar wundervoller Laden mit einer riesigen Wand voller Knopfschubladen und erstklassiger Beratung.


Auch beim dem Kleid (Karlotta von SO Pattern), dass ich heute trage, habe ich versucht, das Futterkleid als Probemodell zu nutzen. Hat auch nicht funktioniert - jetzt habe ich ein perfekt sitzendes Futter - aber: Der Oberstoff, ein recht locker gewebtes Wollgemisch, verhält sich ganz anders und so ist das Kleid vor allem am Rücken - viel zu weit.


Nunja, mir gefällt es trotzdem - und das mit dem Futter als Probemodell lasse ich zukünftig einfach bleiben.























Damit schicke ich liebe Grüße an das Team vom MeMadeMittwoch: Danke, dass Ihr uns diese tolle Plattform auch weiterhin zur Verfügung stellt!

Ein Gutes hat der monatliche Rythmus auf jeden Fall: jetzt schaffe ich es vielleicht tatsächlich mal, mir alle Beiträge anzugucken...

Freitag, 26. Januar 2018

Stoffdiät - weiter geht's!

Nachdem ich ja durchaus zufrieden mit dem Ergebnis der Stoffdiät im letzten Jahr war, hänge ich jetzt so ein bisschen in der Luft. Mir fehlt ein klares Ziel, das mich motiviert bei der Stange zu bleiben.

Umso schöner, dass Frau Küstensocke die Diät weiter für uns alle moderiert, dafür ein großes Dankeschön!

Ich habe jetzt erstmal einige Beiträge der anderen gelesen und viele schöne Anregungen mitgenommen.

Also los!

Die erste Frage von Frau Küstensocke war, wie wir Buch führen. Dafür habe ich mir eine Excel-Tabelle angelegt, in die ich Anfang letzten Jahres alle Bestandsstoffe eingetragen habe. Zugänge und Abgänge werden dort jeweils erfasst.
Das hat auch gut funktioniert, ich habe die Tabelle jetzt nochmal etwas umgebaut und werde damit weiterarbeiten.

Welche konkreten Projekte sind geplant? lautet die nächste Frage. Und da nähern wir uns dem Kern meines Problems. Ich habe immer noch soooo viele schöne Stoffe, dass ich ständig von einer Idee zur nächsten springe und dadurch viel plane, räume und Schnitte kopiere aber wenig nähe.

Das muss also anders werden.

Erstmal werde ich meine Ufos fertigstellen. (Tragisch eigentlich, dass ich letztes Jahr genauso angefangen habe... Aber immerhin sind es nicht mehr dieselben Ufos)
Als da wären: 1 Mantel, 1 Rock, 1 Wickelshirt, 3 Jerseykleider. Dazu nutze ich ein Nähwochenende, das im Februar geplant ist.

Und dann versuche ich mal, einen Plan zu machen, an den ich mich halten kann...

Wie sieht mein Zielbestand im Stofflager aus hinsichtlich Menge und Zusammensetzung? ist die letzte Frage. Weiß ich nicht. Weniger auf jeden Fall...

Am liebsten hätte ich alle Stoffbestände in einem Schrank. Inklusive Reststoffen, Futterstoffen und was sonst noch so umherfliegt. Mal schauen ob das klappt, dazu ist auf jeden Fall noch viel Abbau-und Ausmist-Arbeit zu leisten.

Also fange ich erstmal mit der ersten Etappe an: Ufos fertigstellen (oder entsorgen?) und danach planen.

Und damit noch kurz zu den Zahlen: Bestand nach Neusichtung war 233,05m.

Durch einen Besuch beim Lillestoff-Lagerverkauf verbuche ich einen Zugang von  6,2 m, vernäht ist bis jetzt nix. Aber das wird!

Hier nochmal der Weg zu den anderen Stoffhorterinnen :-)


Freitag, 12. Januar 2018

Wolldiät? - Wolldiät!

Als ich zunächst bei Frau Sonnenburg von ihrem Vorhaben las, dieses Jahr nach erfolgreich abgeschlossener Stoffdiät eine Wolldiät zu starten, dachte ich: Uff, muss ich nicht, hab ich schon.

Achte ich doch schon seit mehreren Jahren darauf, nicht zu viele Projekte gleichzeitig auf den Nadeln zu haben und nicht unkontrolliert Wolle anzuhäufen.

Der Plan mit einer Bestandsaufnahme zu beginnen sprach mit trotzdem sehr an, also habe ich eine Bestandsaufnahme gemacht.

Hinter den weißen Türen lagern Schnittmuster und Anleitungen. Also nur 6 Kisten mit Wolle. Für meine Verhältnisse wirklich übersichtliche Mengen...

Schauen wir mal in die Kisten:


Wolle aus der Wollfabrik, aus Oslo, aus Amsterdam und ein Geschenk = 4 Projekte


Uralt Bestände. Eine Jacke für die große Tochter, Wolle aus Dänemark die ergänzt werden muss = 1,5 Projekte


Wolle aus der Wollfabrik, die mal ein Mantel werden sollte. Reste von drei Jacken (gelb, orange und türkis/grau), uralt-Bestand = 4 potentielle Projekte


Die Sommerkiste = 5 Projekte


Die Restekiste. Noch in vertretbarer Menge, finde ich. Die grauen und braunen Merinoreste sind für Handschuhe eingeplant. = 1 kleines Projekt


 Die Sockenwolle. Mindestens 4 Paar Socken(eins schon halbfertig) sowie ein Pullover für den GöGa. Der soll aber an der Strickmaschine entstehen, das ist ja nicht richtig stricken, oder? Den zähle ich mal nicht.... = 3,5 kleine Projekte
 


 Ups.... Schwarzbestand aus dem Kleiderschrank meiner Mutter. Baby Merino für einen Ringelpullover
= 1 Projekt.

Dann zähle ich in diversen Ecken des Hauses noch ein fast vollendetes Tuch und zwei halbfertige Pullover.

Nun ja, zumindest was die Menge an UFOs angeht, bin ich auf Kurs...

Der Plan für dieses Jahr lautet wie folgt: 1 zu 1. Für jedes Projekt das ich aus dem Bestand stricke, darf ich für ein Projekt neue Wolle kaufen.

Und ich will unbedingt die fertig gestellten Teile (und das gilt für Genähtes und Gestricktes) hier auf dem Blog festhalten, ich kann nämlich überhaupt nicht sagen, was und wieviel ich letztes Jahr gestrickt habe.

Also, auf geht's! Und hier geht es zu noch mehr guten Ideen wie der Stash reduziert werden kann.





Stoffdiät 2017 - Die Abrechnung

Ein Jahr Stoffdiät geht zuende: was hat es gebracht?

Ich habe dazu nochmal meinen ersten Post gelesen: Weniger Stoff als Anfang des Jahres wollte ich haben, mehr Ordnung und nur bei echtem Bedarf Stoff kaufen.

Was den Stoffbestand angeht kann ich sagen: geschafft! Mit unglaublichen 298,4 Metern habe ich das Jahr begonnen, der aktuelle Bestand liegt bei 232,5 Metern.

Stoffabgänge in diesem Jahr waren:


Aussortiert,
verschenkt             48,60 m
Vernäht                   46,10 m
Zugeschnitten       14,20 m

Insgesamt             108,85 m

Von diversen Tauschtischen mitgenommen oder gekauft (ich sage nur E***Kleinanzeigen :-( )
habe ich insgesamt 42,95 m, davon 22,75 m im November / Dezember. Was mich da geritten hat kann ich nicht so genau sagen, denn für echten Bedarf war kein einziger dieser Stoffe...
Wahrscheinlich musste ich kompensieren, dass ich wegen umfänglicher Nähzimmer-Renovierung kaum nähen konnte.


Immerhin habe ich jetzt richtig Ordnung und kenne endlich wieder alle Stoffe im Vorrat.


Die Frage, wie ich bei - sagen wir mal - 60 m vernähtem Stoff pro Jahr jemals die Menge nennenswert reduzieren soll, stelle ich mir aktuell einfach nicht. Ganz im Gegenteil genieße ich den Erfolg: ich habe viele schöne Dinge genäht, ich habe Ordnung geschaffen und ich habe mir sehr reduziert Stoff zugelegt (der Dezember bleibt ein einmaliger Ausrutscher, jetzt ist ja fertig renoviert ;-))

Ohne den Ansporn der gemeinschaftlichen Stoffdiät hätte ich nichts davon erreicht, also auf jeden Fall ein großes Dankeschön an alle Mitstreiter und ganz besonders natürlich an Frau Küstensocke!

Ich habe voller Freude gelesen, dass es mit der Stoffdiät weitergeht, bis dahin werde ich über konkrete Pläne und Ziele für dieses Jahr nachdenken.


Wir lesen uns!



































Montag, 25. Dezember 2017

WKSA Finale - das sparsame Weihnachtskleid

Wir haben es geschafft und Weihnachten im neuen Kleid gefeiert!

Zuallererst also ein ganz großes Dankeschön an die Organisatorinnen des gemeinschaftlichen Kleidernähens. Ihr habt Euch für uns Mühe gemacht und Zeit freigeschaufelt: DANKE!

Es war wirklich etwas ganz besonderes im neuen Kleid Heiligabend zu feiern und ohne den "Druck" hätte ich mir die Zeit nie genommen.


So haben meine Tochter und ich uns am 23. als die letzten Besorgungen erledigt waren in den Keller zurückgezogen und genäht. Bis abends um halb neun. Dann zweierlei Rotkohl aufgesetzt und danach  bis halb elf Knöpfe und Belege angenäht.


Trotz knapper Stoffmenge ist es mir gelungen, das Muster überall aufeinander treffen zu lassen.


Auch der Reißverschluss ist gut versteckt - obwohl nur noch ein blauer im Haus war - und natürlich kein nahtverdeckter.


Ich finde den Stoff - und das Kleid - immernoch sehr weihnachtlich, werde es aber mit Schal und Stiefeln auch im Alltag tragen. Der Gatte findet das Kleid schottisch und hat es daher "das sparsame Kleid" getauft...

Meine Tochter hat sich ein Kleid nach dem wundervollen Buch "Kleider nähen" von Tanya Whelan genäht. Eine 38 zugeschnitten und dann an der Taille noch etwas Weite reduziert. Sie ist schwer begeistert von der sehr ausführlichen und gut verständlichen Anleitung und den Variationsmöglichkeiten, die das Buch bietet. Da wird es sicher noch mehr Kleider geben. Und auch bei ihr: Muster passt :-)


Mein Schnitt aus der Fashion Style hat auch erstaunlich gut gepasst, vor allem da mir erst ziemlich spät aufgefallen ist, dass die Schulternaht tatsächlich richtig geknöpft werden sollte....

Die Ärmel habe ich zum Schluß unten noch enger gemacht, in dem ich eine Falte gelegt und mit zwei Knöpfen fixiert haben.

So sind wir beide sehr zufrieden und schicken glückliche Grüße an alle Mitnäherinnen!