Mein Wiedereinstieg ins Nähen für mich selber (und auch ins Nähen überhaupt) begann mit einem gut sitzenden T-Shirt, das ich mit meiner Mutter mit viel Absteckerei entwickelt habe.
Und dann war da der Wunsch, stilecht auf dem Sofa lümmeln zu können. Ich wollte meiner Familie den ständigen Anblick von Mutti in der leicht ausgeleierten Sporthose nach 6 (!) Jahren nicht mehr zumuten. Mir übrigens auch nicht.
Also musste ein Sofakleid her.
Ich habe meinen T-Shirt Schnitt und einen kuscheligen Sweat genommen und einfach mal losgelegt: Überall etwas mehr Nahtzugabe, den Brustabnäher von der Seite nach unten verlegt (hier gibt es ein ganz wunderbares Tutorial von Meike zum Thema Brustabnäher verlegen), Vorder- und Rückenteil in der Taille abgeschnitten und einen Rock drangebastelt. Fertig.
Und ganz überraschend ist ein Kleid entstanden, dass alle Sofaqualitäten (warm, bequem) hat und trotzdem auch außer Haus tragbar ist.

Und schöner als die Gruselhose ist es allemal.
Da meine Mutter kurz vorher ein T-Shirt gekürzt hatte, lagen noch Jerseystreifen herum, die ich einfach mal als Fake-Paspel (der Stoff reichte nicht für Ärmel in einem Stück...) und für den Halsausschnitt verwendet habe.
Farblich passendes Futter war auch nicht im Haus, also sind die Taschenbeutel auch gemustert. War natürlich Absicht und Design und so ;-)
Und damit traue ich mich mit meinem ersten selbstgenähten Kleid zum MeMadeMittwoch deren gut gekleidete Damen ich seit Jahren still bewundere. Heute angeführt von Dodo in einer Traumkombination. Diese Farben, hachz.